Anfang Februar beantragten Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse im Rahmen eines Schülerprojektes bei der Stadt Groitzsch die Verlegung eines „Stolpersteines“ im öffentlichen Raum. Konkret ging es um den Bürgersteig vor einem Wohnhaus in der Leipziger Straße, in welchem bis zu ihrer Deportation 1942 die Jüdin Frau Anna Elfriede Reichardt gelebt hat. Wiederholt befasste sich der Verwaltungsausschuss mit der Problematik, wobei den Schülern Gelegenheit gegeben wurde, ihr Projekt vorzustellen. Die Stadträte standen dem Vorhaben von Anfang an offen gegenüber, wollten aber auch die jetzigen Eigentümer des Wohnhauses nicht übergehen. Im Ergebnis wurde ein Kompromissvorschlag unterbreitet, wobei auch andere, mitunter stärker frequentiertere Stellen zur Verlegung des „Stolpersteins“ im Stadtgebiet vorgeschlagen wurden. Ich selber bin im Gymnasium bei den Schülern gewesen und habe dafür geworben. Leider wurde dieser Vorschlag nicht aufgegriffen.

vollständigen Beitrag lesen