Von Groitzsch über Gatzen nach Profen


Streckenlänge:
ca. 8 km


 

  • Wir gehen in Groitzsch über den Schützenplatz westwärts, bis uns der Wald aufnimmt, und durchwandern das unter Naturschutz stehende Pfarrholz.
  • Auf etwa 5 km hat sich eine parkartige Landschaft fast ursprünglich erhalten.
  • Der sich am linken (östlichen) Schwennigkenufer entlang schlängelnde Weg führt uns auf- und absteigend durch herrlichen Laubwald und saftige Wiesen. Zahlreiche Bänke laden zum Verweilen ein.
  • An das Pfarrholz schließen sich die Flächennaturdenkmale "Träubelwiese" und "Sebastianpark" (ein alter Obstgarten in Hanglage) an.
    Am Ende des "Sebastianpark" öffnet sich das Gelände zu einer großen Wiesenfläche.
  • Links oben grüßt von der Höhe das ehemalige "Naturfreundehaus" (heute Wohnhaus), das bis 1933 Aufenthaltsräume und Übernachtungsmöglichkeiten für ca. 30 Personen bot. Wandergruppen, vor allem aus Leipzig, zog es oft in das selbst geschaffene und selbst verwaltete Haus.
  • Wir gehen weiter durch ein Waldstück und erreichen den "Bettelsteg". Über diesen führt ein Fußweg zur Trautzschener Brücke und weiter nach Elstertrebnitz.
  • Wir gehen aber am Schwennigkenufer weiter und erblicken nach etwa 200 m links die steil aus der Elsteraue aufragende, frühgeschichtliche slawische Wallanlage von Altengroitzsch.
  • Von oben hat man wiederum einen lohnenden Blick in die Weite der Landschaft.
  • Wir folgen unserem Weg im Tal weiter nach Süden, durch ein Waldstück, dann nach links durch einen Hohlweg auswärts.
  • An einer Weggabelung angekommen, wenden wir uns nach rechts. Der geradeaus weiterführende Hohlweg führt zur ehemaligen Obstweinschenke Altengroitzsch, einem beliebten Ausflugsziel der zwanziger Jahre.
  • Unser Weg führt uns jetzt wieder leicht abwärts, bis zu Schwennigke, die sich rechts des Weges entlang schlängelt.
  • Nach etwa 500 m öffnet sich die Landschaft erneut und gibt den Blick frei auf das Dorf Gatzen. Wir lassen jetzt die Schwennigke rechts liegen und gehen den leicht ansteigenden Weg nach links zum Auenranddorf Saasddorf.
  • Am Ortsrand finden wir einen idyllischen, neu gestalteten Dorfteich. Aufgestellte Bänke laden uns zur Rast ein.
  • Nach unserer Wanderpause gehen wir den leicht ansteigenden Weg hoch zur hier mit Pappeln bestandenen Landstraße von Groitzsch nach Zeitz, die wir jetzt ca. 500 m benutzen müssen.
  • Vom höchsten Punkt, der Gatzener Höhe, haben wir wieder einen herrlichen Blick in die Weiten der Elsteraue und entdecken dabei am rechten Straßenrand ein altes Steinkreuz.
  • Am Gatzener ehemaligen Gasthof angekommen, wenden wir uns nach rechts und kommen in das in der Niederung liegende ehemalige Sackgassendorf.
    Hier verdienen die Fachwerkgehöfe Nr. 5, 6 und 32 sowie die Dorfkirche unsere Aufmerksamkeit.
  • Von der Dorfkirche mit hohem Dach und gedrücktem Westturm gehen wir weiter insüdlicher Richtung, wo ein Fußweg unfehlbar zwischen Gartenzäunen und kleinen Feldern hinüberführt nach Löbnitz- Bennewitz.
  • Nach ca. 200 m biegen wir nach rechts ab in einen noch schmaleren Fußweg und kommen so an den westlichen Ortsausgang von Löbnitz- Bennewitz.
  • Wir gehen den westwärts führenden Wirtschaftsweg weiter, überqueren die Schwennigke und befinden uns auf den weiten saftigen Wiesen der Elsteraue, die auch heute noch ausgiebig als Weiden genutzt werden.
  • Im Norden grüßt der Pegauer Rathausturm und der Schornstein des Bösdorfer Hartgusswerkes.
  • Nach wenigen Minuten errechen wir das Flächennaturdenkmal "Ziegelgruben", einen ca. 7 ha großen Auenwaldrest und müssen aufpassen, den versteckten, nach ca. 50 m vom Wirtschaftsweg nach links abgehenden schmalen Pfad nicht zu übersehen, der uns durch den Ziegelgrubenwald führen soll.
    Achtung - ein Verlassen des Weges ist nicht gestattet, um seltene zum Teil nur hier vorkommenden Blumen und Pflanzen nicht zu gefährden.
  • Nach Durchquerung des Ziegelgrubenwaldes stoßen wir am südlichen Ende auf einen vom alten Gemeindeamt in Löbnitz- Bennewitz kommenden Wirtschaftsweg, den wir nach rechts, also in westlicher Richtung, weitergehen und in wenigen Minuten die Weiße Elster erreichen.
  • Wir gehen am Ostufer der Weißen Elster weiter bis zum Profener Elsterwehr, wo der Elstermühlgraben abzweigt, dem wir auf unserer Wanderung durch Profen schon begegnet sind.
  • Wir überschreiten dabei die Landesgrenze zwischen Sachsen und Sachsen- Anhalt.
  • Schaut man vom Elsterbogen zurück nach Nordosten, grüßt uns vom Talrand das hochgelegene Dorf Altengroitzsch.
  • Vom Elsterwehr ging man früher in westlicher Richtung weiter, konnte nach ca. 300 m die Elster überqueren und befand sich nach weiteren 300 m im Dorf Profen, unserem Wanderziel.
  • Leider musste die die Elster überspannende Brücke vor einigen Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden.
  • Wir müssen deshalb jetzt zur Elsterüberquerung die ca. 800 m nördlicher liegende Brücke benutzen, deshalb verlassen wir Sachsen- Anhalt wieder und gehen unseren Weg zurück bis zum Ziegelgrubenwald, durchqueren diesen auf dem gleichen schmalen Pfad, biegen aber in seinem nördlichen Ende nach links ab und nutzen den vorhanden Wirtschaftsweg, der uns nach ca. 500 m zur Elsterbrücke führt. Dabei verabschieden wir uns endgültig vom Freistaat Sachsen.
  • Interessenten haben jetzt die Möglichkeit, vor Überschreiten der Brücke den rechts kommenden Weg ca. 300 m ostwärts zu gehen und stehen dann vor dem Wildgehege, wo Reh- und Damwild gehalten wird und auch gut zu beobachten ist.
  • Nach der Wildbeobachtung überschreiten wir die Elsterbrücke, verlassen aber nach einigen Metern den nach Norden führenden Wirtschaftsweg und biegen in den nach links abgehenden Weg ein, der uns im Bogen um eine verfüllte und abgedeckte Mülldeponie führt, die in einem alten Elsterarm angelegt wurde.
    Solche alten Arme blieben mehrfach erhalten, als das Elsterbett in den Jahren 1975/77 vom Profener Wehr bis zur Landesgrenze begradigt wurde, um die Hochwassergefahr zu beseitigen. Leider ging dabei auch der einstige wildromantische Charakter der zahllosen Mäander verloren.
  • Nach ca. 100 m führt uns dann ein Weg in westlicher Richtung direkt zum  Mühlgraben, und über die dortige Brücke erreichen wir nach ca. 200 m einen breiten Wirtschaftsweg, den wir nach links, also in südlicher Richtung weitergehen. Dieser Weg ist übrigens der Beginn des vom Landratsamt Burgenlandkreis projektierten Rad- und Wanderweges quer durch den Kreis von Profen bis Wetterzeube, immer entlang der Weißen Elster, bzw. in deren Nähe.
  • Wir gehen weiter und erreichen nach ca. 600 m den in den Jahren 1983/84 neu errichteten Damm, der den Ort Profen vor Hochwasser schützt.
  • Wir überschreiten den Damm und befinden uns am Ortsrand von Profen, einem auf dem westlichen Auenrand gelegenen Dorf.
    Im Dorf findet man zahlreiche gepflegte Fachwerkhäuser. Oberhalb des Marktplatzes befindet sich die Kirche, die zu den schönsten an der mittleren Weißen Elster zählt.

Bemerkenswert:

Der spätgotische Chor von 1945, der Spätrenaissance-Altar sowie die ungewöhnlich reiche barocke Ausstattung. Eine Besichtigung der Kirche ist also sehr empfehlenswert.


 

  • Wir gehen dann die Dorfstraße weiter nordwärts bis zum Schulplatz, um die alte knorrige Linde herum und einige Meter südwärts.
  • Dort zweigt dann rechts ein zur Bundesstraße 2 führender Fußweg ab.
  • Bei Erreichen der B 2 erblicken wir die Hochhalde des Tagebaues, sowie den erst in diesem Jahrhundert entstandenen Westteil des Dorfes, der auf die Industrieansiedlung durch die Braunkohle zurückzuführen ist.
  • Wir überqueren die B 2 und gehen nordwärts bis zur zweiten links abbiegenden Straße, der Bahnhofstraße, die uns direkt zum Bahnhof führt.
  • Nach ca. 8 km endet hier unser Wanderweg, den man natürlich auch als Radtour oder zu Fuß in Etappen zurücklegen kann.
  • Auch soll nochmals auf die Fortsetzung des Wanderweges im Gebiet Zeitz, entlang der Weißen Elster, hingewiesen werden.