Wanderweg von Pegau durch die Elsteraue nach Groitzsch in die Schnauderaue


Streckenlänge:
ca. 17 km


 

  • Als Start wird der Bahnhof Pegau gewählt, bis dahin kann die Anreise mit der Bahn erfolgen.
    Erwähnenswert vielleicht in diesen Zusammenhang, dass mit der Inbetriebnahme der Bahnlinie Gerad-Zeitz-Pegau-Leipzig im Jahre 1873 der industrielle Aufschwung Pegaus einsetzte.
  • Vom Bahnhof können jetzt nach eigenem Ermessen die im vorigen Stadtrundgang beschriebenen Denkmale und Sehenswürdigkeiten wie Rathaus, Kirche, Stadtmauer, Distanzsäule, Ziegelei Erbs usw. aufgesucht werden.
  • Wir wählen vom Bahnhof aber einen naturverbundenen Weg, fernab vom Verkehrslärm, für den Beginn unserer Wanderung.
  • Wir gehen die Bahnhofstraße stadteinwärts, vorbei an der Post.
  • An der zweiten Kreuzung biegen wir nach rechts in die Bismarckstraße ein und gehen am Wasserturm vorbei.
  • Am Ende der Wasserturmstraße stoßen wir auf die Eulauer Straße, die wir rechts, als südwärts, weitergehen.
  • Nach ca. 150 m verlassen wir die Eulauer Straße nach links und gehen an der alten Obermühle vorbei zum Pegauer Freibad.
    Das Bad wurde im Jahr 1964 erbaut und erfreut sich nach Einbau einer neuen Wasserreinigungsanlage im Jahre 1992 wieder großer Beliebtheit.
    Die im Bad befindliche Gaststätte lädt zum Besuch ein.
  • Vom Freibad gehen wir dann die ca. 200 m zurück bis zur Obermühlenbrücke, überschreiten diese aber nicht, sondern gehen unmittelbar vorher rechts weg.
  • Der hier beginnende idyllische Wanderweg ist der so genannte Postbotenweg, der uns immer entlang des Mühlgrabens führt.
  • Nach ca. 600 m führt eine kleine Brücke nach links über den Mühlgraben und weiter zum Volkshaus.
  • Wir gehen aber den Weg nach rechts weiter, entlang dem so genannten "Abgraben", einer Verbindung zwischen Mühlgraben und Elster.
  • Nach wenigen Metern überschreiten wir den Abgraben auf einer kleinen Brücke und folgen diesem ca. 400 m auf der anderen Uferseite durch eine idyllische Gartenanlage, bis wir erneut den Abgraben überqueren können.
  • Dieser mündet hier, kurz nach unserer Überquerung, in die Weiße Elster, die wir jetzt erreicht haben.
  • Wir wenden uns unmittelbar hinter der Brücke nach links und benutzen den schmalen Wiesenweg parallel zur Weißen Elster.
    Dabei eröffnet sich uns ein Blick nach Süden in die Elsteraue, aber auch auf die stark frequentierte Bundesstraße 2. weiter zur Stadt Pegau hin wurde deshalb 1992/93  eine Lärmschutzwand errichtet.
  • Nach wenigen Schritten führt uns der Wiesenweg zur Unterführung der B2.
  • Danach nimmt uns der Wald auf, wir befinden uns im Alberthain, unser Weg führt jetzt am Elsterufer entlang, vorbei am 1992 renaturierten und wieder gefluteten Altelsterarm, zur Bogenbrücke über die Weiße Elster.
  • Der rechts des Weges befindliche und ehemals mit Müll verfüllte Froschteich ist ebenfalls wieder hergerichtet. Er war entstanden bei der Errichtung des so genannten  "Scherbelberges", des Aussichtspunktes am Altelsterarm.
  • Beim Überschreiten der Bogenbrücke haben wir noch mal einen schönen Blick auf den Pegauer Rathausturm, der die Brücke der Bundesstraße 2 überragt.
  • Am Ende der Bogenbrücke wenden wir uns nach rechts und gehen parallel zur Weißen Elster südwärts bis zum Ende des Alberthaines.
  • Unterwegs führt ein Weg links ab zum Gedenkstein für die Opfer des 1. Weltkrieges 1914 - 1918.
  • Am Ende des Alberthaines gehen wir noch ca. 200 m am Ufer der Weißen Elster weiter, dann wendet sich unser Weg nach links in Richtung Groitzsch.
    Dieser wurde erst 1992 nach alten Flurstückskarten wieder neu errichtet.
  • Er führt uns am Wasserbau- Stützpunkt vorbei auf die asphaltierte Zufahrt. Dabei haben wir südwärts einen schönen Blick über die Weiten der Elsteraue, sehen dann vor uns die Groitzscher Stadtkirche und links den Burgberg.
  • Nach Überqueren der Asphaltstraße gehen wir den Kiesweg ostwärts weiter, der uns an das ehemalige Groitzscher Freibad führt.
  • Bis zur Rosskalkbrücke über die Schwennigke benutzen wir den neu eingebauten Weg direkt am Ufer. Man kann jetzt die Schwennigke überqueren und durch das Pfarrholz in die Elsteraue weiter wandern, oder einen Stadtrundgang durch Groitzsch machen.
    Auf beides wird in der vorigen Beschreibung ausführlich eingegangen.
  • Unser heutiger Weg führt uns von der Rosskalkbrücke am Nordufer der Schwennigke entlang zur Wasserschenkenbrücke. Dieser Weg wurde ebenfalls erst 1992 völlig neu gebaut.
  • Nach Überschreiten der Wasserschenkenbrücke wenden wir uns sofort nach links und gehen am Schwennigkenufer entlang zum Fuße der Wiprechtsburg. Auf dem Burgplateau sind noch Reste der Rundkapelle und eines Wohnturmes zu besichtigen, sowie ein Lapidarium.
  • Wir gehen am Fuße des Burgberges nach links und benutzen den idyllischen, ebenfalls erst 1992 angelegten Ringweg um die Burg.
  • An dessen Ende überqueren wir die alte Pegauer Straße und benutzen am Fuße des Friedhofhanges den in östliche Richtung führenden Poetenweg, der uns links von Kleingärten gesäumt, am Gemeindehaus vorbei, zur Mühlstraße führt.
  • Die Mühlstraße gehen wir links, also in nördlicher Richtung weiter und überqueren auf der dortigen Brücke zum ersten Mal den Schnaudermühlgraben, der bei Brösen von der Schnauder abzweigt und sich ca. 250 m nach unserer Überquerungsstelle wieder mit dieser vereinigt.
    Der Mühlgraben diente zum Betreiben der Stadtmühle in Groitzsch und jahrzehntelang als Sammler für die Abwässer der Stadt.
    Mit dem Bau des Hauptsammlers hat sich die Wasserqualität des Mühlgrabens spürbar verbessert.
  • Wir setzen unseren Weg jetzt in der Gartenanlage fort und gehen in östlicher Richtung weiter, vorbei am der Gartenlokal "Erholung", das mit seinem Freisitz zur Einkehr einlädt.
  • Gegenüber dem Gartenlokal führt ein Weg zum so genannten "Froschteich", der 1993 neu gestaltet und renaturiert wurde und dadurch wieder an Erholungswert gewonnen hat.
  • Wir gehen dann den Hauptweg weiter, entlang des Hechtgrabens, bis wir auf das Sportplatzgelände stoßen.
  • Hier wenden wir uns nach rechts zum Ausgang Schletterstraße.
  • Diese gehen wir nach links zum Sportlerheim, wo uns (ab 2018 nach Sanierung) ebenfalls ein Freisitz zur Einkehr einlädt. Gegenüber betreten wir dann eine weitere gepflegte Gartenanlage.
  • Wir verlassen die Gartenanlage durch den Ausgang Oststraße, gehen diese bis zur Leipziger Straße, biegen dort nach rechts ab, müssen diese verkehrsreiche Straße ca. 300 m bis zur Ampelkreuzung benutzen und dann dort überqueren.
  • Jetzt gehen wir die Bahnhofsstraße weiter ostwärts und überschreiten die Gleisanlagen der Bahn. Auf der linken Seite vor den Schranken finden wir einen Gedenkstein zum Bau der Bahnstrecke Kieritzsch- Groitzsch- Pegau von 1909.
  • Nach ca. 600 m sind wir am Ortseingang von Wischstauden angekommen.
  • Dabei haben wir am Ortsausgang Groitzsch erneut den Schnauder- Mühlgraben und kurz vor Wischstauden die Schnauder zum ersten Mal überquert und konnten in südlicher Richtung einen ersten Blick in die von Weiden und Pappeln bestandene Schnauderaue werfen.
  • Am Ortsausgang Wischstauden werden wir uns nach links und gehen die leicht ansteigende Dorfstraße am ehemaligen Gasthof vorbei bis zum Ende.
  • An einer Straßengabelung wenden wir uns nach links und erreichen nach wenigen Minuten den Dreilindenberg, wo einige Bänke zur Rast einladen.
  • In westlicher Richtung hat man dabei noch einmal einen schönen Blick auf das Panorama von Groitzsch mit Wasserturm und Kirchturm sowie  den Neubaublöcken im südlichen Stadtteil. Am Horizont grüßt uns auch der weiß leuchtende Pegauer Rathausturm sowie die Brikettfabrik von Bösau. In nördlicher Richtung erscheinen uns die Wiederauer Sendemasten ganz nah.
  • Wir verlassen den Dreilindenberg auf dem gleichen Weg, verlassen die Dorfstraße aber kurz nach der Straßengabelung und benutzen den Fußweg durch die Borngasse, wo wir nach wenigen Schritten wieder am Ostseingang Wischstauden angekommen sind.
  • Nach Verlassen des Borngassenweges wenden wir uns auf der Asphaltstraße, der so genannten "Alten Poststraße", nach links in Richtung Brösen. Dabei haben wir links die Hochkippe des Tagebaus "Peres" und rechts den Blick in die Schnauderaue.
  • Kurz von Brösen finden wir direkt neben der Straße ein Feuchtbiotop, den Brösener Teich, ideal für Frösche, Lurche und andere Amphibien, für die zur gefahrlosen Querung der Straße bei der Laichwanderung extra Tunnel geschaffen wurden.
  • Nach wenigen Schritten befinden wir uns am Beginn der Brösener Dorfstraße, die als Sackgasse endet.
    Für Interessenten ist am Ende der Sackgasse ein großer Vierseithof mit Fachwerkwohnhaus von 1723, Taubenpfeiler (Mitte 19. Jahrhundert) und Torhaus von 1811 sehenswert (Nr. 6).
    Eine Gedenktafel am Hoftor weist noch ausführlicher darauf hin.
  • Wir verlassen jetzt die Poststraße und setzen unseren Weg südlich fort, hinein in die Schnauderaue, auf einer von Pappeln gesäumten schmalen Asphaltstraße in Richtung Cöllnitz (ca. 700 m). Hier sollte man sich Zeit lassen zum Schauen und Beobachten in der typischen Schnauderauenlandschaft.
  • Kurz vor Cöllnitz überqueren wir die Bahnstrecke nach Neukieritzsch sowie die B 176. Achtung bei der Überquerung!
  • Von Cöllnitz gehen wir weiter in südlicher Richtung durch die Feldflur und sind nach ca. 800 m in Obertitz. Der Ort sollte 1996 vom nun stillgelegten Tagebau "Groitzscher Dreieck" überbaggert werden, nun haben die Einwohner wieder Hoffnung geschöpft und putzen mit viel Fleiß ihre Anwesen innen und außen wieder heraus.
  • Wir verlassen das Dorf iin östlicher Richtung und sind nach ca. 600 m kurz vor Droßkau.
  • Vor dem Ortsschild biegen wir jetzt nach rechts in einen Wirtschaftsweg ein. Dieser führt uns in südliche Richtung durch Wiesen, Weiden und Felder sowie baumbestandene Wasserläufe, also der typischen Auenlandschaft, nach Langenhain.
  • Die letzten 200 m legen wir auf der von Groitzsch kommenden Asphaltstraße zurück. Der obere ebenso wie der untere Dorfteich in Langenhain wurde 1992/93 geschlämmt und renaturiert, so dass sie wieder einen schönen Anblick bieten.
    Auch im Ort selbst arbeiten die Einwohner mit viel Fleiß an der Verschönerung, seit die für 1993 geplante Überbaggerung durch die Tagebaustillegung überflüssig wurde.
  • Auf der Straße hinter Langenhain Richtung Oellschütz überqueren wir die Schnauder gleich zweimal. Einmal im ursprünglichen baumbestandenen Schnauderbett, unmittelbar am unteren Dorfteich und nach ca. 150 m im folienabgedichteten biologsich toten Kanal, der durch die Tagebaustillegung nun überflüssig wurde und wieder beseitgt werden soll.
  • Nach Überquerung des "Kanals" wenden wir uns nach rechts, lassen also Oellschütz mit seinem bekannten Tierheim links liegen und sind auf der schmalen Asphaltstraße nach ca. 500 m in Hohendorf. An der Bäckerei Just gehen wir nicht ins Zentrum des Dorfes, sondern weiter in südlicher Richtung die abwärts führende Straße bis zur Schnauderbrücke.
  • Vor der Brücken wenden wir uns nach links und benutzen den bergauf führenden Betonplattenweg.
  • Nach ca. 100 m zweigt nach rechts der nach Nehmitz-Kleinhermdorf führende so genannte "Kirchsteig" ab. Dieser wurde 1992 ausgebaut. Der Kirchsteig führ zunächst am Hang entlang, dann durch das so genannte "Nixloch", eine typische Auenlandschaft.
  • Nach ca. 350 m stoßen wir auf einen von der Höhe herabführenden Wirtschaftsweg, den wir bergauf für die Fortsetzung unserer Wanderung nutzen.
  • Das ehemalige Kippengelände vom Tagebau Schleenhain, auf dem wir uns jetzt befinden, wurde in der Vergangenheit großflächig als Ackerland rekultiviert.
  • Neben Wirtschaftswegen entstand aber auch ein Rad- und Wanderweg, der durch interessante Steinfunde aus dem Tagebau und aufgestellte Schautafeln zum geologischen Lehrpfad wurde. Auch wurde ein großer Teil der Steine bestimmt und Schutzhütten mit Tischen und Bänken laden zum Verweilen ein.
  • Nach einer eventuellen Rastpause gehen wir den geologischen Lehrpfad zurück zum oberen Dorfausgang von Hohendorf und weiter die Dorfstraße abwärts, vorbei an der Kirche, über den Dorfplatz bis zur Bäckerei Just. Dort befindet sich die Haltestelle, von wo uns der Bus an den Ausgangspunkt unserer Wanderung zurückbringt.
  • Beim Abwärtslaufen hatten wir von der Dorfstraße noch die Möglichkeit, einen Blick in das Tagebau-Restloch 2 "Groitzscher Dreieck" zu werfen, welches seit der Stilllegung mit großem Aufwand und unter Beteiligung des Landes Sachsen zum Erholungsgebiet umgestaltet wird.
  • Die Gesamtlänge unserer Wanderung beträgt 17 km, die man natürlich ebenfalls als Radtour oder zu Fuß in einzelnen Etappen zurücklegen kann.